30.06.2013
In Cubal verbrachten wir zwei anstrengende Tage, doch hat es
sich gelohnt. Jetzt sind auch Veranda und Innenhof wieder beleuchtet und auch
im Esssaal sieht man wieder, was man auf dem Teller hat. Ebenso kann auch in
der Küche wieder unter guter Beleuchtung gearbeitet werden. Früher war da, wie
übrigens in andern Zimmern auch, eine Néonröhre installiert. Leider hat aber
die schwache Stromzufuhr diese Röhren nur zum Flackern gebracht, Licht liess
sich damit meistens nicht machen, so dass überall an deren Stelle eine alte
Glühbirne von der Decke hing. Wir haben hier in Mapunda das gleiche Problem,
wenn wir am Netz der Stadt angeschlossen sind, vermögen die Neonröhen nur in
ca. 30% zu zünden, in 70% kannst du beispielsweise im Nähzimmer das Glätten
vergessen, wenn du nicht von der flackernden Röhre in den Wahnsinn getrieben
werden willst. Nun aber zurück zu Cubal. Nächste Woche wird der neue Wassertank
montiert und anschliessend das Flachdach, wo es während der Regenzeit überall
rein regnet, durch ein Giebeldach ersetzt. Somit kann im weiteren Verlauf
Schritt für Schritt auch die Innenrenovation angegangen werden. In den letzten
Wochen wurden auch die Scheiben der im Krieg arg in Mitleidenschaft gezogenen
Kirchenfenster ersetzt.
Heute war bei uns Kirchenfest. Man sollte manchmal etwas von
dieser Liturgie nach Europa transferieren können. Mit all den Gesängen und
Tänzen ein einmaliges Erlebnis (freilich würde es auch nicht in die Schweiz
passen, wenn bei der Gabenbereitung Mais, Eier Limonaden oder sogar ein Besen als
Gaben zum Altar gebracht würden). Es ist hier einfach mehr mit dem Leben
verbunden.
Bei uns ist bereits wieder Koffer packen angesagt. Am
Dienstag Morgen fliegen wir nach Luanda, wo wir zum Mittagessen vom Schweizer
Botschafter eingeladen sind. Am Donnerstag geht’s dann mit einem Tagesflug nach
Lissabon und gleich anschliessend nach Zürich.
Also der ideale Zeitpunkt für einen Rückblick. Dazu können
wir nur sagen: Manches ist uns gelungen, Vieles steht noch in den Anfängen oder
musste noch zurückgesteckt werden. Im Ganzen gesehen müssen wir immer wieder
sagen, was wir an positiven Erfahrungen erleben durften, übertrifft trotz
gelegentlicher Frustration das, was wir zu geben vermochten.
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