22. August 2015
Schön dass Ihr unser blog-Fenster wieder geöffnet habt und
einen Blick nach Afrika werft.
Unsere Zeit in der Schweiz ging ja mit dem Wieder-Einrichten
des Hauses, Besuche von Verwandten, Freunden und Bekannten viel zu schnell
vorbei. Vor allem freuten wir uns, dass wir unsere Grosskinder wieder im
eigenen Haus ferienhalber betreuen durften. Und ein ganz besonderes Geschenk
war natürlich dass wir vor unser Abreise den jüngsten Familienspross, unser 7.
Grosskind Rafael in die Arme nehmen durften.
Und so sind wir tatsächlich wieder gut hier angekommen, auch
wenn uns die Realität Angolas gleich am ersten Tag eingeholt hat, indem nämlich
unser Anschlussflug ins Landesinnere aus unerfindlichen Gründen gecancelt wurde
und wir bis abends auf einen Weiterflug warten mussten, der dann mit nochmals
fast 3-stündiger Verspätung kurz nach 22 h in Lubango landete.
Die Zwangspause in Luanda erlaubte uns dafür einen kurzen
Abstecher mit P. Elias nach Viana. Das Bild der Stadt präsentierte sich
allerdings etwas düster, einerseits durch den Smoke und die die Nebelschwaden
und Wolken, welche die Stadt grau einhüllten, andererseits auch durch den Unrat
und die Abfallberge entlang der Strasse, zwischen welchen Kinder in den durch das
Nebelrieseln entstandenen Pfützen spielten und Scharen von Händlern und Strassenverkäuferinnen
ihre Waren anpriesen. – Einfach unbeschreibliche Situationen, für
Aussenstehende wahrscheinlich kaum möglich, sich ein Bild von diesem Elend zu
machen.
Heute Vormittag haben wir noch einen ersten Augenschein genommen
über die während unserer Abwesenheit ausgeführten Arbeiten im Projekt von
Marianne und Anni, zwei ehemaligen Entwicklungshelferinnen, die mit uns in
Quinjenje zusammengearbeitet haben und nun aus der Schweiz ein Mädcheninternat
hier im Bairro Mapunda ins Leben gerufen haben und dieses auch weiter
unterstützen und begleiten. Daselbst ist nun ein Neubau mit 3 Schlafsälen,
Duschen und Toiletten geplant, für welches während unseres Aufenthaltes in der
Schweiz die Grundmauern erstellt wurden. Willi obliegt die Kontrolle, er wird
auch den weiteren Bau begleiten und Sanitär- und Elektroarbeiten ausführen.
Wenn alles gut läuft, werden wir kommenden Dienstag/Mittwoch
nach Cubal fahren, wo der neue Saal jetzt wieder gedeckt ist (s. frühere
Berichte), so dass Willi mit der Elektroinstallation weiterfahren kann.
P. Faustino von der Missionsstation Kola hat heute auch
schon angerufen. Der neue Generator stehe bereits vor Ort und warte darauf, an
die teilweise noch zu erstellenden Elektroinstallationen angeschlossen zu
werden. Zudem sollte dort auch ein Wasserprojekt abgeklärt werden.
Wie Ihr seht, wird uns in nächster Zeit die Arbeit nicht
ausgehen. Ich werde mich im Moment vermehrt als „Handwerker“ betätigen, da die
Zeit etwas drängt, da unser aktueller Aufenthalt sich lediglich über gut 2
Monate erstreckt (oder vielleicht doch, weil wir unsere Schweizer-Mentalität
nicht ganz verleugnen können?). Sicher werde ich aber auch auf den
verschiedenen Stationen Gelegenheit haben, mit Mädchen und Frauen und
zwischendurch auch mal mit Jungs zu arbeiten. So kam gerade heute die Anfrage der Novizen für einen Schnupperkurs für Deutsch und Französisch.
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