Sonntag, 14. Oktober 2018


14. Oktober 2018 

Bis Ende Monat hinken wir Euch noch eine Stunde hinten nach, drum muss ich mich grad ein wenig beeilen, wenn heute noch etwas im Netz stehen soll. Allerdings kann ich es auch noch mit Sicherheit versprechen, denn ich sitze im tiefen Busch unter einem Mangobaum und hoffe einfach, dass die Verbindung auch wirklich klappt, was hier nicht immer der Fall ist. Übers Wochenende waren wir im Kimbo von Tarcisio zu einem Familienfest eingeladen und es ist tatsächlich etwas schwierig, ein solches Fest zu beschreiben, geschweige denn für Unbeteiligte sich dies vorzustellen. Da es sich um ein religiöses Jubiläum handelte – seine Nichte feierte zusammen mit 3 weiteren Kolleginnen 25 Jahre Ordensschwester - gehörte selbstverständlich auch ein feierlicher Gottesdienst dazu, mit viel Gesang, Trommelbegleitung und Tanz. Da die betroffene Schwester selbst auch aus dieser Gegend stammt, nahmen an dieser Feier viele Bekannte aus der Umgebung teil, die niemals in der kleinen Kapelle Platz gefunden hätten. Die Dorfbewohner scheuten deshalb keine Mühe, ein riesiges strohbedecktes offenes „Zelt“ aufzustellen, so dass wir angenehm im Schatten feiern konnten, denn in dieser Gegend ist es zu dieser Jahreszeit schon recht heiss. Etwas Spezielles ist dann die zugehörige weltliche Feier, für welche auch ein Ochs, zwei Ziegen und viele Hühner ihr Leben lassen mussten. Wie viele Frauen an verschiedenen Feuerstellen im Freien in grossen Bottichen gerührt und Fleisch gebraten haben, habe ich nicht gezählt. Für Europäer mutet dies immer sehr chaotisch an und manchmal ist es für empfindliche Magen auch besser, nicht genau hinzuschauen. Da ich sowieso kein Fleisch esse, komme ich damit immer gut zurecht. Doch ist die Gemeinschaft, die bei solchen events zu spüren ist, immer sehr beeindruckend und jedes Mal erstaunlich ist doch auch, dass schlussendlich alle etwas auf dem Teller haben, obwohl niemand im Voraus die Anzahl der Gäste kennt. Da es bei uns um 18.30 dunkel ist, werden wir Morgen in der Früh zurückfahren, denn eine Fahrt im Dunkeln birgt einfach grosse Gefahren, da die Strassen oft sehr schlecht und vor allem auch die Autos zum Teil in nicht fahrtüchtigem Zustand sind, manchmal gar ohne Licht und die die Strasse überquerenden Kühe und Ziegen sich auch nicht an bestimmte Zeiten halten. Die angefügten Fotos mögen Euch einen kleinen Einblick geben.
 











 

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