24. Februar 2019
Gestern kam unser befreundeter Augenarzt Steve Collins auf
einen Sprung vorbei. Vor ein paar Tagen kam er zurück von einem Einsatz in
Huambo, wo er während 14 Tagen 63 Star-Operationen und über Tausend
Konsultationen durchgeführt hat – und dies mit 81 Jahren. Weiss nicht, woher
dieser quirlige Mann eine solche Energie hernimmt. Unter anderem erzählte er,
dass er einen 8-jähhrigen Knaben zur Abklärung ins Missionsspital Cristo Rei,
wo er selbst auch arbeitet, mitgenommen habe. Der Knabe sei vor anderthalb
Jahren beim Spielen auf einen Scherbenhaufen getreten und sei deshalb im
Zentralspital hier in Lubango operiert worden. Nach einer Woche sei er als
geheilt entlassen worden, obwohl er sich nicht auf den betroffenen Fuss
abstützen konnte. Seitdem habe er sich nur durch Humpeln auf dem gesunden Bein
bewegt, ein Aufsetzen auf den verletzten Fuss habe ihm zu starke Schmerzen
bereitet. Nun ist der Kleine im Cristo Rei operiert worden, wobei ihm die
Chirurgin eine Glasscherbe aus dem Fuss entfernt hat! Nun kann er wieder ohne
Schmerzen auf den Fuss treten und freut sich aufs Spielen.
Seit Donnerstag haben wir Besuch aus der Schweiz. Marianne
und Anni, die ehemals mit uns in Quinjenje gearbeitet haben, unterhalten hier
das Projekt der Pastorinhas, für welches Willi ja auch gearbeitet hat. Das
Projekt mit dem heutigen Internat, welches ca. 30 Mädchen beherbergt und ihnen
damit den Schulbesuch ermöglicht, hat seinen Ursprung bereits im Jahr 2003.
Damals haben die beiden an ihren Arbeitsplätzen in der Schweiz eine Auszeit
genommen und sind für 3 Monate zu einer aus Deutschland stammenden
Schwesterkongregation in Lubango gekommen. Letztere haben sie mit einer in der
Gegend wohnhaften Gruppe von Kriegswitwen bekannt gemacht, welche unsere
Kolleginnen dann im Nähen unterrichteten. Zum Unterricht erschienen jeweils
auch deren Kinder sowie andere Kinder von der Strasse. Diese Situation weckte
vor allem in zwei der Kriegswitwen den Wunsch, ein Haus für die Betreuung von Kinder
zu errichten, weshalb sie die beiden Schweizerinnen um Unterstützung der
Realisierung eines solchen Projektes baten. Über einige Umwege und Hindernisse
entstand schliesslich das heutige Projekt, in welchem neben weiteren Frauen
immer noch die zwei einheimischen Initiantinnen arbeiten. Das neue Internat mit
4 Schlaf- und Duschräumen sowie mit Zimmer, Aufenthaltsraum und Duschraum für
eine Verantwortliche wurde bereits vor einem Jahr eingeweiht und bezogen.
Nächsten Samstag findet nun die Einweihung des neuen Gebäudes mit Küche, Ess-
und Studiersaal sowie der kleinen Kapelle statt. Da gibt es nun noch einiges zu
organisieren.
Für heute Nachmittag ist eine kleine Ausfahrt geplant, die
uns hinter das Gebirge führen wird. Ein Teil davon ist auch für uns Neuland.
Hoffe noch einige Bilder zu knipsen.
Wir sind wieder zurück von der eindrücklichen Rundfahrt.
Hier einige Eindrücke.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.