Sonntag, 29. März 2026
Am vergangenen Mittwochabend sind wie wieder glücklich in Lubango gelandet, nach einer problemlosen Reise, abgesehen von der Wartezeit nach der Ankunft morgens im Flughafen Luanda und dem Weiterflug am späten Nachmittag nach Lubango. Glücklicherweise weist der neue Flughafen von Luanda, auf welchem wir erstmals nach einem Europaflug landeten, eher internationale Standards auf, sodass wir uns auf bequemen Sesseln etwas entspannen konnten. Während in Luanda bereits mehrmals heftige Regenschauer an die Fenster klatschten, wurden wir abends in Lubango von einem extrem heftigen Gewitter begrüßt, während welchem ein Blitzschlag auch unsern Fernseher ausser Betrieb setzte. Wahrend zu Beginn der Regenzeit der Niederschlag in unserer Region zu wünschen übrig liess, sodass auch Saatgut verdorrte, sind die Regenschauer jetzt am Ende der Regenzeit überdurchschnittlich häufig und stark und dies angeblich seit einigen Wochen.
Die negativen Auswirkungen zeigen sich vor allem in den aus Sandblöcken gebauten Häuser/Hütten, deren Wände durch die anhaltende Nässe aufgeweicht werden und nicht selten einstürzen. Da die aus Wellblech bestehenden Dächer lediglich auf die Mauen gelegt und mit daraufgelegten Steinen beschwert sind, kann der Einsturz einer Mauer auch den Einsturz des Daches mit sich ziehen. Die Folgen sind nicht selten Verletzte oder sogar Tote. So hat auch Joana berichtet, dass sie die gesamte Nacht auf einem Stuhl sitzend verbracht habe, um nicht schlafend im Bett von der einstürzenden Mauer begraben zu werden. Von diesem Elend sind viele betroffen. Gerade gestern habe ich zu Willi gesagt: Jetzt sind wir erst 3 Tage hier und bereits haben uns doppelt so viele Menschen aufgesucht mit der Bitte um Hilfe, weil der Regen bereits durch die Wände in Hausinnere dringe und es somit einsturzgefährdet sei oder weil ganze Wände und in einem Fall das ganze Haus eingestürzt seien. Es ist dann oft belastend, weil es auch uns nicht möglich ist, in den vielen Fällen zu helfen. Zu erwähnen ist einerseits schon auch, dass viele in der Trockenzeit das Problem wieder vor sich herschieben bis sie in der nächsten Regenperiode wieder mit der gleichen Misere konfrontiert sind. Andererseits ist es aber auch Tatsache, wie bei unseren Bittstellern, dass sie gar keine Möglichkeiten haben für eine „Haussanierung“, wenn die vorhandenen finanziellen Mittel knapp für das Essen reichen.
Für uns selbst heisst es auch, dass wir sicher noch 2 Wochen, wenn danach überhaupt zur Mission Kola fahren können. Die Strasse ab Kaluquembe (letzte 40 km bis Kola) sei für ein Auto momentan nicht passierbar. Zudem fehlt immer noch die Brücke über den letzten Fluss, welcher bereits während der letzten Regenperiode beidseits die Uferböschungen total untergaben hat, sodass seine Breite das Vierfache von früher beträgt. Mit Beginn der Trockenzeit wird das Wasser relativ rasch zurückgehen. sodass dann, wie schon letztes Jahr eine Durchquerung möglich sein wird. So müssen die Renovierungsarbeiten auf der Kola noch etwas zurückgestellt werden.
Arbeitslos werden wir trotzdem noch nicht. Willi wird noch Arbeiten auf zwei anderen Stationen in Augenschein nehmen, die während unserer Abwesenheit getätigt wurden. Und ich werde kurzfristig einen Nähkurs organisieren. Nächste Woche ist sowieso Karwoche, da gibt’s ein wenig mehr freie Tage.
So wünschen wir allen schon jetzt ein frohes Osterfest (mit oder ohne Schnee!!)
Sonntag, 29. März 2026
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