Sonntag, 26. März 2017


26. März 2017 

Es grenzt fast an ein Wunder, dass wir heute Morgen schon Strom haben, nachdem wir gestern Nachmittag bereits in diesen Genuss kamen. Dass die Stromzufuhr die ganze Nacht unterbrochen war, hat uns im Schlaf ja nicht besonders gestört. Die Regierung scheint das Problem der Treibstoffversorgung – von welcher ja auch unsere Elektrizitätszufuhr abhängt, dank der Diesel betriebenen Generatoren – nicht so leicht in den Griff zu bekommen. So können wir jetzt schon seit 3 Wochen nur stundenweise und zu unbestimmten Zeiten mit der Energieversorgung rechnen und dies trotz wiederholter Versprechungen in den Nachrichten, dass das Problem nächstens behoben sei. Allmählich steigt der Unmut der Menschen, vor allem wenn die Warteschlangen vor den Tanksäulen immer länger werden und du es nicht mehr bis zur Tanksäule schaffst bevor der letzte Tropfen abgezapft wurde. Die Küstenstädte, vor allem Luanda und Benguela litten diese Woche zusätzlich an Überschwemmungen, so dass die am meisten betroffenen Gebiete buchstäblich im Schlamm versinken. Wenn zusätzlich dann auch noch der an den Strassen deponierte Abfall in der Brühe schwimmt, steigt damit freilich auch die Seuchengefahr. 

Doch nun noch zum etwas angenehmeren Teil. Gestern Abend verbrachten wir einen gemütlichen Fondue-Abend mit unseren Freunden. Mit von der Partie waren das Schweizer-Ärzte-Ehepaar Ralph und Rebecca mit ihren 4 Kindern sowie das belgische Ehepaar Alex und Isaline mit ihren 3 Sprösslingen. Freilich fehlten auch die Bernerin Elisabeth, Krankenschwester/Physiotherapeutin der evangelischen Mission und unser befreundeter kanadisch/angolanischer Augenarzt Steve Collins nicht, den alle Kinder als ihren Opa bezeichnen. Doch auch die beiden Angolaner Juliana, unsere Köchin und Tarcisio genossen die Schweizer Spezialität. Für die Kinder gab‘s noch Frites und zum Dessert Schoggimousse. Zudem veranstalteten wir vorgängig eine Schatzsuche mit Schweizer-Schokolade als Preis und Steve hatte noch weitere kleine Überraschungen für seine „Enkel“ versteckt. Es war ein kunterbuntes Treiben bis hin zur Verständigung, für welche auch die Kinder sich 4 verschiedener Sprachen bedienten. Alles in allem ein gemütlicher Abend – und eben ohne Stromausfall, sogar der Regen hat sich an unser Programm gehalten und erst nach der Schatzsuche eingesetzt.
 
Eigentlich hatten wir heute Nachmittag einen kleinen Ausflug zu einem Wasserfall geplant; doch das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nachdem es bis mittags sehr sonnig war, ist am Nachmittag ein heftiges Gewitter über die Stadt gezogen, so dass wir unser Vorhaben aufgeben mussten. Dafür ein paar Bilder von Lubango bei Regen (heute Nachmitag).
 








 

 

 

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