Sonntag, 27. Oktober 2019
Gestern sind wir wieder nach Mapunda zurückgefahren, v.a.
damit Willi einige organisatorische Angelegenheiten erledigen kann. Am
Dienstagmorgen werden wir zusammen mit dem Dachdecker und seinem Gehilfen sowie
2 unserer Arbeiter, die ebenfalls übers Wochenende von Quinjenje mitgekommen
sind wieder dahin zurückfahren werden. Ebenfalls wird sich dann auch der 3. Lastwagen-Transport
auf den Weg machen. Beim 2. Transport, der auch vergangene Woche erfolgte,
reichte der Platz gerade für die Dachchapas, also die Dächer vom ehemaligen
Doktorhaus und dem Sanitätsposten.
Die vergangene Woche erforderte auch von den Arbeitern viel
Einsatz; so beschäftigen sich zwei der permanenten Arbeiter von Willi mit dem
Verlegen der Wasserleitungen, freilich mit den vorgängig dazugehörenden Grabungsarbeiten,
während die Maurerequipe die Wände in den Räumen des Internates neu verputzte
und neue Mauern im Sanitätsposten hochzog. Mein Einsatz als Mädchen für alles
bot ebenfalls nicht viel Zeit zum Faulenzen. Fast ein bisschen stolz bin ich
auch, dass ich es geschafft habe, täglich Frühstück und zwei einigermassen
abwechslungsreiche Mahlzeiten für die immer hungrige Mannschaft auf den Tisch
zu bringen. Allerdings sind wir dafür 2x auf den Markt gefahren, einmal nach
Ukuma (ca. 25 km), wo das Angebot etwas vielseitiger ist und sich auch ein „Verkaufsladen“
mit dem Nötigsten befindet.
Eigentlich ist die Gegend um Quinjenje äussert fruchtbar und
nach den ersten Regenfällen kommt das üppige Grün neben der roten Erde Afrikas
noch besser zur Geltung. Anderorts führte uns die lange Fahrt allerdings immer
noch durch sehr trockene Gegenden. Das Übel in der um Quinjenje fruchtbaren
Gegend ist, dass leider immer nur das Bekannte angepflanzt wird, wie Mais,
Bohnen (Trockenbohnen) oder eventuell ein wenig Kartoffeln oder Maniok.
Allerdings zeigt sich auch hier, wie vielerorts in Afrika das Problem des
Absatzes, da viele Zufahrtsstrassen sehr schlecht oder gar nicht befahrbar
sind. So konnten wir Bananen zu einem Spotpreis erstehen, da sie sonst keine
Absatzmöglichkeit gefunden hätten. Was auch sehr gut gedeiht, sind Früchte wie
Mangas (die Bäume sind überbehangen davon und ich freue mich schon auf die
bevorstehende Erntezeit) sowie die bereits erwähnten Bananen wie auch Advocados.
Trotzdem hatten wir nach ein paar Tagen Mühe, reife Bananen, die unsere
Arbeiter immer als Zwischenverpflegung oder Nachtisch konsumierten, direkt vor
Ort zu erstehen, da angeblich eine Horde Affen sich über die reifen hergemacht
haben. So müssen wir uns noch etwas gedulden, bis die Grünen, die bereits in
unserer Dispens lagern etwas nachgereift sind.
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| Unsere Station von weitem |
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| das ehemalige Ärztehaus |
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| ehemaliges Lagergebäude, das nun zum Sanitätsposten umfunktioniert wird |
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Arbeiten im zukünftigen Sanitätsposten
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arbeiten im Internatsgebäude
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dass eine Renovation nötig steht wohl ausser Frage

mühsame Grabungsarbeiten |
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die zwei Inspektoren sind immer mit dabei
allerdings erhalten sie manchmal Platzverweis, vor allem wenn ein Junges mit von der Partie ist
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| Trichterersatz |
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| mir schmeckts |
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| auch eine Transportmöglichkeit (angetroffen auf dem Weg nach dem Dorf Quinjenje |
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| Morgendusche - von weitem aufgenommen |
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| die Knaben können es kaum erwarten bis ihre neuen Betten abgeladen werden (1. Transport) |
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| Markt von Ukuma |
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| dto. |
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| dto. / Minenopfer |
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| oft sind Zuschauer mit dabei |
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